Psychiatrie-Forum 2016

Psychiatrie-Forum 2016 im Haus Viadukt am Mittwoch, dem 22. Juni von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

"Kann man Glück lernen? Neue Lebenswege gehen – mit meiner Krankheit!"

"Auf die Dauer nimmt die Seele die Farben der Gedanken an", sagte Mark Aurel, ein römischer Kaiser und Philosoph. Auch Fachärzte der Psychiatrie bestätigen immer wieder, dass das persönliche Empfinden von Glück mit der eigenen inneren Haltung anfängt.

Unser Gehirn kann ein Leben lang lernen und sich verändern. Es können sich auch beim Erwachsenen ganz neue Synapsen und sogar neue Zellen bilden. Wir können unser Gehirn trainieren und für Veränderungen öffnen.

D.h., dass wir unser Gehirn anregen können, neue Gedankenmuster "zu üben". So können neue Standpunkte, neue Blickwinkel in unserer Wahrnehmung und auch neue Gefühle von Zufriedenheit und Glück entstehen – auch unabhängig von einer Heilung.

Wie entstehen solche Veränderungen? Welche Impulse braucht unser Gehirn, um neue Wege und Muster zu entwickeln? Welche Aktivitäten können dabei stärken und unterstützen?

Das Ziel ist ein ein sinnerfülltes Leben in der Gemeinschaft mit viel Lebensqualität und Zugang zu den eigenen Stärken und Fähigkeiten – trotz der psychischen Erkrankung.

Oder ist dies Alles nur "Schönrederei" und Unsinn von Menschen ausgedacht, die selbst nicht betroffen sind und die Lebenssituation mit einer psychischen Erkrankung gar nicht beurteilen können?

Wir glauben, dass "Glück" für jeden etwas anderes bedeutet und schon durch winzige Dinge ausgelöst werden kann. Wir wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen - gerne auch streitbar und mit unterschiedlichen Meinungen. Wir sind neugierig auf Ihre persönlichen Erfahrungen und wollen davon lernen!

Psychiatrie-Foren oder Psychose-Seminare sind gleichberechtigte Trialoge zwischen Menschen mit psychischen Erkrankungen als persönliche Expertinnen und Experten, interessierten Angehörigen psychisch kranker Menschen und Kolleginnen und Kollegen als fachliche Expertinnen und Experten

Alle Teilnehmenden sind Profis auf gleicher Augenhöhe in der Diskussionsrunde. Wir hoffen auf einen regen Austausch von Informationen und persönlichen Erfahrungen! Unser gemeinsames Anliegen ist es, ein besseres Verständnis von psychischen Erkrankungen und einen unbefangenen Umgang miteinander zu entwickeln.

So kann nach und nach die Stigmatisierung und Selbststigmatisierung psychisch kranker Menschen überwunden werden. Die Trialoge können außerdem die Entwicklung und den Ausbau bedarfsgerechter Hilfen unterstützen - durch Orientierungshilfen, Perspektiven und Handlungsempfehlungen.

Infos und Anmeldungen unter: 02302 58093-44

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